Willkommen auf meinem Star Trek-Blog! Seit ungefähr Anfang der 90er bin ich ein großer Star Trek-Fan, und irgendwann fing ich auch mal an, die Romane zu lesen. Dies soll ein Versuch sein, alle von mir geschriebenen Star Trek-Roman-Rezensionen einigermaßen kompakt zu präsentieren. Es würde mich freuen, wenn sich der eine oder andere bei meinen Bewertungen einen Tipp abholen kann. Wie man sehen kann, habe ich unter jede Rezension auch einzelne Aspekte wie Humor oder Spannung extra bewertet. Auch fehlte mir bei anderen Rezensionen immer der Hinweis, ob ein Star Trek-Roman auch für Nicht-Trekkies oder Neulinge geeignet ist oder nicht, deshalb gehe ich auch auf diesen Punkt ein.

Ich habe versucht, nicht allzuviel zu spoilern, aber absolute Spoiler-Allergiker möchte ich gleich darauf hinweisen, dass ich in fast jeder Rezi auch ein wenig auf den Inhalt des Buches eingehe. Ich finde es immer witzlos, wenn man rein gar nichts über das Thema eines Buches erfährt.

Ein Wort noch zu den verwendeten Fotos: Ich hätte die Cover auch einscannen können, fand aber die Idee mit den Fotos irgendwie schöner, gerade weil sie so dilettantisch aussehen ;-)
Kommentare, Tipps oder auch Rezensionswünsche sind jederzeit willkommen!

Und nun viel Spaß beim Stöbern!
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Montag, 25. April 2011

Mission Gamma 2: Dieser graue Geist

 Heather Jarman

DS9 8.06, erschienen bei Cross Cult

(498 S., Original: This Grey Spirit)

Während ihrer Mission im Gamma-Quadranten wird die Defiant von einer fremdartigen Waffe beschossen, die das Schiff völlig lahmlegt. Sogleich eilen Fremde einer Spezies namens Yrythny zu Hilfe, die sich mit den Angreifern im Krieg befinden. Da für die Reperatur der Defiant ein seltenes Material notwendig ist, bieten sich die Yrythny an, die Sternenflottenoffiziere zum sogenannten Materialkonsortium zu fliegen, um den begehrten Stoff aufzutreiben. Im Gegenzug soll Ezri Dax den drohenden Bürgerkrieg zwischen den beiden Kasten der Yrythny abwenden.

Derweil werden auf Deep Space Nine die Verhandlungen zwischen Bajor und der Föderation fortgeführt. Als die cardassianische Botschafterin Natima Lang auf der Raumstation eintrifft, um Friedensgespräche zwischen Cardassia und Bajor in die Wege zu leiten, spitzt sich die Situation deutlich zu. Schnell wird klar, dass der Weg für eine friedliche Koexistenz beider Völker sehr lang sein wird...

Wie schon im ersten Band wechseln sich die beiden Handlungsstränge im Alpha- und Gammaquadranten kapitelweise ab. Theoretisch spricht nichts dagegen, zuerst den einen und dann den anderen Handlungsstrang zu lesen, wenn man denn möchte.
Wieder gilt es also in Handlungsstrang Nummer Eins, einen unbekannten Planeten im Gamma-Quadranten zu erforschen, wenngleich der Zwischenstopp auf Vanìmel, dem Heimatplaneten der Yrythny, diesmal unfreiwilliger Natur ist.Gerade diese Krise bedeutet für die persönliche Entwicklung einiger Figuren wieder einen Schritt nach vorn. Ezri ist gerade auf dem Weg, sich vom unsicheren DS9-Küken zu einer selbstbewussten Person mit Führungsqualitäten zu mausern, die aus der immensen Lebenserfahrung der anderen Dax-Wirte profitiert. Als Diplomatin erwischt Ezri allerdings einen ziemlich unglücklichen Start.

Ensign Thirishar "Shar" ch'Thane sieht bei seinem Zwangsaufenthalt auf Vanìmel seine große Chance gekommen, die andorianische Rasse vor dem Untergang zu bewahren. Überhaupt wird dem Leser in diesem Roman das ganze Ausmaß des andorianischen Dilemmas deutlich. Wer sich schon lange gefragt hat, wie sich die Andorianer mit einer derartig komplizierten Fortpflanzungsbiologie überhaupt vermehren konnten, findet hier die Antwort.

Auf der anderen Seite des Wurmloches sitzt Colonel Kira zwischen den Stühlen, als sie als Vermittlerin zwischen ihrer eigenen Rasse, von deren Angehörigen sie geächtet wird, und den einst von ihr so verhassten Cardassianern herhalten muss. Ihre Figur hat sich in den DS9-Romanen der achten Staffel stärker entwickelt als in der gesamten Serie. Inzwischen ist sie fähig, ihr bisheriges Schwarz-Weiß-Denken aufzugeben und eine völlig objektive Haltung anzunehmen. Von allen Charakteren in diesem Roman ist Kira am eindrucksvollsten beschrieben. Die Story hält für sie einige bittere Enttäuschungen bereit, aber auch das unerwartete "Wiedersehen" (das Wort passt nicht ganz) mit einer liebgewonnenen Freundin.

Wie in den Vorgängerromanen sorgt die Romanze zwischen Ro und Quark für eine angenehme Leichtigkeit in diesem Buch. Dieses kann man nicht gerade von der vierfachen andorianischen Beziehungskiste behaupten, die ziemlich starker Tobak ist, wenn auch das Ende in keinster Weise überraschend kommt.

Die Entwicklung der Charaktere war schon im Vorgänger "Zwielicht" das zentrale Thema, und mit "Dieser graue Geist" wird dieser Weg fortgeführt. Leider hat die Autorin Heather Jarman kein so feines Gespür für die Figuren, wie es David R. George III hat, und auch nicht dessen einfühlsamen und sensiblen Schreibstil. Wenn die eigentliche Rahmenhandlung dafür fesselnd und spannend gewesen wäre, hätte dieser Roman trotzdem die Qualität des ersten Bandes erreichen können. Zumindest der Handlungsstrang auf Deep Space Nine ist wirklich interessant, gerade weil sich die Situation Cardassias dramatisch verändert hat und es nun an den Bajoranern liegt, ihren einstigen Unterdrückern hilfreich unter die Arme zu greifen.

Die Gamma-Quadrant-Geschichte hingegen kann nicht so recht überzeugen. Sie ist relativ dröge, ohne Schwung und Einfallsreichtum und ähnelt den 08/15-Abenteuern vieler früherer Romane. Die Yrythny werden wohl keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, und deren Konflikt mit den Cheka (die Aliens, welche die Defiant beschossen) versickert irgendwann einfach im Sande. Lediglich die bizarre Kreatur Fazzle sorgt für ein kleines Highlight, kommt aber leider nur sehr kurz. Die Handlung dümpelt ohne Spannungsmomente vor sich hin, und auch die vermeintlichen dramatischen Höhepunkte, wie z.B. Nogs Entführung, rufen nur mäßiges Interesse hervor. Ich war immer ganz froh, wenn ich ein Gamma-Kapitel ausgelesen hatte und mich dann mit wesentlich mehr Elan einem Alpha-Kapitel widmen konnte.

Fazit: Schlecht ist der Roman wirklich nicht, aber im Vergleich mit seinem Vorgänger fällt er deutlich ab. Zudem unterscheiden sich die beiden Handlungsstränge qualitativ erheblich voneinander und sorgen für einen wahrhaft durchwachsenen Eindruck. In Schulnoten ausgedrückt, käme die DS9-Story auf eine gute Zwei, die titelgebende "Mission Gamma" gerade mal auf eine knappe Vier - macht zusammen also Drei.

3/5

Charaktere getroffen? ***
Spannung: *
Humor: **
Action: **
Gefühl: ***
originelle Handlung? **
Anspruch: ***

Vorwissen nötig?
Sollte jetzt noch jemand mit diesem Roman in den DS9-Relaunch einsteigen, wird er kaum noch etwas aus der Serie wiedererkennen. Fangt also bitte ganz brav mit dem ersten Band an!

Sonntag, 30. Januar 2011

Mission Gamma 1: Zwielicht

David R. George III

DS9 8.05, erschienen bei Cross Cult

(586 S., Original: Mission Gamma I - Twilight)

Seit nunmehr 45 Jahren stößt man bei "Star Trek" mutig dahin vor, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Dieses Motto zog sich mehr oder weniger durch alle Star Trek-Serien. Die große Ausnahme stellte "Deep Space Nine" dar, die den Schwerpunkt vor allem auf eine umfassende politische Rahmenhandlung legte und nicht zuletzt - im besten Sinne! - mit ihrer Fülle an vielschichtigen Charakteren eine riesengroße Space Opera darstellte. Klar gab es auch in dieser Serie immer wieder Abstecher zu unbekannten Planeten im Gamma-Quadranten, aber die Erforschung des Weltalls war nie das Hauptthema von DS9.

"Mission Gamma", mitten in der sogenannten achten DS9-Staffel angelegt, beschreitet neue bzw. alte Wege: Nach dem Dominion-Krieg ist es wieder möglich, den immer noch weitestgehend unbekannten Gamma-Quadranten zu erforschen. Ausgerechnet das einstige Kriegsschiff Defiant wird zum Forschungsschiff umfunktioniert, und die "Mission Gamma" kann beginnen! Während ein Großteil der Stammbesatzung unter Elias Vaughns Kommando mit der Defiant durch das Wurmloch entschwindet, erhält Colonel Kira Besuch von Akaar und Shakaar (reimt sich das nicht toll?) und erkennt, dass Bajor vor einem völlig neuen Zeitalter steht...

Die DS9-Crew auf großer Entdeckertour: wird hier etwa das Konzept der Serie über den Haufen geworfen? NEIN! Zugegeben, der Trip in den Gamma-Quadranten hätte auch in irgendeiner anderen Star Trek-Serie spielen können. Aber durch den Handlungsstrang um die Zukunft Bajors, den ich ausnahmsweise mal sehr interessant fand (bin nicht so der große Fan von Bajoranerstorys) kommt der DS9-typische politische Hintergrund nicht zu kurz. Das große Highlight dieses Romans ist aber die Darstellung der Figuren! Eines muss man dem Autor wirklich lassen: Wie er es fertigbringt, ausführliche Geschichten zum größten Teil von den Charakteren tragen zu lassen, ohne dass das Ganze in irgendeiner Form langweilig wird, muss ihm erstmal jemand nachmachen. Auf fast 600 Seiten erhält fast jede Figur auf Deep Space Nine ausreichend Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln. Sei es die extrem belastete Beziehung zwischen Elias Vaughn und seiner Tochter Prynn, das nicht minder schwierige Verhältnis des andorianischen Fähnrichs Shar zu seiner Mutter und den drei Bindungspartnern, Ezri Dax' steiniger Weg zu der souveränen Person, die wir in "Destiny" erleben konnten - hier kommt wirklich niemand zu kurz. Am besten fand ich übrigens - im Gegensatz zu meinem Kollegen turon47 - die auf den ersten Blick so unwahrscheinliche Romanze zwischen Quark und Ro Laren. Mir persönlich gefällt es sehr, dass sich die Ferengi in der Zwischenzeit von intergalaktischen Knallchargen zu einer - auch in romantischer Hinsicht - ernstzunehmenden Spezies entwickelt haben. Die Stelle, als Quark und Ro erkennen, dass sie allen Unterschieden zum Trotz in gewisser Hinsicht Seelenverwandte sind, die beide einer ungewissen Zukunft entgegenblicken, war für mich ein rührender Höhepunkt des Romans. Herrlich ist auch die Szene, als Taran'atar, der sich in der Rolle des grimmigen Soldaten gefällt, ausgerechnet von ein paar Kindergartenkindern aus dem Konzept gebracht wird. Genau diese ausführlichen Charakterentwicklungen sind eine Sache, die Deep Space Nine immer ausgemacht haben - die eingangs erwähnte Space Opera eben! Die einzige Figur, die ich nach wie vor nicht so recht einordnen kann, ist die Orionerin Treir, was mich aber auch nicht wirklich stört.

Die eigentliche Handlung im Gamma-Quadranten ist, sobald sie endlich mal ins Rollen gekommen ist, durchaus spannend. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sie für den Autor eher zweitrangig war. Nach dem langen Anlauf der Geschichte befindet sich die Defiant-Crew so urplötzlich auf einem fremden Planeten, dass ich erstmal nachprüfen musste, ob bei meinem Buch eventuell ein paar Seiten fehlten. Die neue Rasse der Vahni Vahltupali lässt sich unter der beliebten Kategorie "Aliens der Woche" einordnen, und bevor man als Leser irgendeine "Bindung" aufbauen kann, bricht auch schon eine große Katastophe herein. Auch die Auflösung ist eher unbefriedigend, da sie ziemlich versponnen und nicht so recht greifbar ist. Erstaunlicherweise können diese Schwächen den guten Eindruck des Romans kaum trüben, weil die angebliche Haupthandlung sowieso nur als Aufhänger für weitere Charaktermomente dient. So ziemlich jedes Mitglied, das an der "Mission Gamma" beteiligt ist, kann hier eine Menge über sich selbst lernen. Weil David R. George III einen wunderbar sensiblen Schreibstil hat und für rührende, aber nie kitischige Momente sorgt, kann man die eigentlich nur durchschnittliche Geschichte locker verschmerzen.

Fazit: "Die Mannschaft ist der Star." - Berti Vogts vielzitierter Satz trifft auch voll und ganz auf diesen Roman zu. Angesichts der vielen, vielen Charakterszenen verkommt die eigentliche Handlung fast schon zur Nebensache. Während sich Quereinsteiger vermutlich langweilen werden, können sich treue Leser der DS9-Romane über wunderbar feinfühlig geschriebene Szenen mit den liebgewonnenen Figuren freuen. Dieser dicke Wälzer ist auf jeden Fall ein würdiger Vertreter der fast durchgängig hervorragenden achten Staffel und absolut lesenswert!

 4,5/5

Charaktere getroffen? *****
Spannung: ***
Humor: *
Action: **
Gefühl: ****
originelle Handlung? ***
Anspruch: ****

Vorwissen nötig?
Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber wie fast alle neueren Star Trek-Romane ist auch dieser Roman nur etwas für Fortgeschrittene. Die Zeiten, in denen im Grunde jeder einigermaßen an Science Fiction interessierte Leser zur Abwechslung mal einen Star Trek-Roman zur Hand nehmen konnte, scheinen vorbei zu sein.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Dämonen der Luft und Finsternis

Keith R.A. DeCandido

DS9 8.04, erschienen bei Cross Cult

(314 S., Original: Gateways - Demons of Air and Darkness)

"Gateways" ist eine siebenteilige, serienübergreifende Romanreihe, deren vierter Teil "Dämonen der Luft und Finsternis" bisher als Einziger auf Deutsch erschien. Gleichzeitig stellt dieser Roman auch den vierten Teil der DS9-Relaunch-Serie dar.

Kann sich noch jemand an die TNG-Folge "Die Iconia-Sonden" aus der zweiten Staffel erinnern? Darin stieß die Enterprise-Crew auf die Technologie der Iconianer, die sich mit Hilfe spezieller Portale in Sekundenschnelle an sehr weit entfernte Orte transportieren konnten. Nun öffnen sich überall in der Galaxis solche Portale. Eines von ihnen kommt einem mit Antimateriemüll beladenen Malon-Tanker gerade recht: erstens um das Hirogen-Schiff loswerden, das ihn gerade verfolgte, und zweitens, um seine radioaktive Fracht auf bequeme Weise einfach in diesem Portal zu entsorgen. Die Leidtragenden sind (ehemals südeuropäische?) Kolonisten auf Europa Nova, die durch den tödlichen Abfall bedroht werden. Unter Colonel Kiras Kommando startet eine große Evakuierungsmaßnahme, aber die Zeit drängt. Unterdessen lässt sich Quark auf ein gefährliches Spiel mit dem Orion-Syndikat ein, um mehr über die Iconia-Portale herauszufinden...

"Dämonen der Luft und Finsternis" ist ein flott geschriebener, unterhaltsamer DS9-Roman ohne Längen, der genau nach dem Muster der TV-Serie funktioniert, nämlich mehrere Handlungsfäden voranzutreiben und trotzdem eine in sich geschlossene Geschichte zu erzählen. Genau wie in so vielen Star Trek-Folgen gibt es auch hier eine actionorientierte Haupthandlung und eine humorvollere B-Handlung, in diesem Fall mit Quark und Ro. Wieder einmal versteckt der Autor unzählige Anspielungen mehr oder weniger subtil in dem gesamten Roman, die teilweise eine ganz schön harte Nuss darstellen, aber natürlich auch Spaß machen. So lauten zum Beispiel die Namen der beiden Iconianer Werd und Snikwah,  was rückwärts gelesen Drew und Hawkins ergibt, die Namen zweier Sicherheitsleute aus dem S.C.E. Roman "Cold Fusion", ebenfalls von Keith R. A. DeCandido. An einer anderen Stelle lässt der Autor Commander Vaughn über Bashirs Kletterkünste staunen, womöglich eine Anspielung auf Alexander Siddigs Rolle im Bergsteigerdrama "Vertical Limit". Ferner gefällt mir, dass endlich mal erklärt wird, warum Gul Macet eigentlich genau wie Dukat aussieht (außer natürlich, dass beide vom selben Schauspieler dargestellt wurden...)


 Obwohl ich normalerweise eher Star Trek-Romane mit großen Charakterszenen bevorzuge, sind es ausnahmsweise mal die Actionszenen, die diesen Roman für mich lesenswert machen. Der Höhepunkt ist zweifellos das spannende Duell zwischen dem Jem'Hadar-Krieger Taran'atar (meine absolute Lieblingsfigur der neuen DS9-Romane!) und dem Alpha-Hirogen.
Trotzdem kommen die Charaktere nicht zu kurz. Sie dürfen sich in erster Linie mit Familienbeziehungen herumschlagen: Shar mit seiner Mutter, Vaughn mit seiner Tochter, und Nog grübelt über seinen Vater Rom und dessen rasanten Aufstieg vom einfachen Mitarbeiter in Quarks Bar zum großen Nagus nach.
Am intensivsten geht der Autor auf Kiras Charakter ein, die hier wieder mal eine Menge über sich selbst efahren muss...

...und das ist auch geradewegs die Überleitung zum zweiten Teil des Buches, "Holz und Elfenbein" genannt. Ich will nicht zuviel verraten, nur soviel: Übergangslos findet sich Kira, und damit auch der Leser, in einem völlig andersartigen Szenario wieder, was bei mir für einige Verwirrung sorgte. Es wirkt ungefähr so, als hätte jemand mitten in einem spannenden Film einfach in ein anderes Programm gezappt. Obendrein geht es hier auch noch um ein Thema, dass ich schon zu Serien-Zeiten immer anstrengend (um nicht zu sagen langweilig) fand: Bajoranische Religion! Erstaunlicherweise liest sich diese Episode gar nicht mal so schlecht, nur stellt sie einen wirklich radikalen Wechsel zur eigentlichen Geschichte dar und wirkt wie ein Fremdkörper in diesem Buch.

In meinen bisherigen Rezensionen bin ich nie auf die Cross-Cult-typischen Essays eingegangen, da diese zwar nettes Zusatzmaterial sind, aber letztendlich nicht ausschlaggebend für meine Bewertungen waren. Kaum ist mal kein Essay vorhanden, wie in diesem Fall, vermisse ich es schon. Ich musste nämlich erstmal eine Weile im Internet umherstöbern, um herauszufinden, dass der zweite Teil "Horn und Elfenbein" gar nicht Bestandteil der Originalausgabe "Demons of Air and Darkness", sondern des siebten und letzten Gateway-Romans "What Lay Beyound" ist. Man hat von allen sechs Vorgängerromanen die Enden weggelassen und diese dann zusammen im siebten Band präsentiert! Ich bin jedenfalls ganz froh, dass dies hierzulande nicht genauso gehandhabt wird, aber eine kleine Erklärung seitens des Cross Cult-Verlages hätte schon drin sein können, gerade weil sich der letzte Teil so sehr vom Rest des Romans abhebt.

Fazit: Um ehrlich zu sein, fällt es mir nicht ganz leicht, dieses Buch zu bewerten. Keith R. A. DeCandido ist ein meisterhafter Erzähler, der scheinbar mühelos unzählige Fäden aus diversen Serien aufgreift, eine spannende, unterhaltsame Geschichte präsentiert und auch noch die Charaktere ganz ordentlich hinbekommt. Der Roman ist jedenfalls an keiner Stelle langweilig, und es macht Spaß, ihn zu lesen. Leider merkt man ihm aber an, dass er nun mal zu einer ganzen Serie rund um die Iconia-Portale gehört. Man findet hier keine Erklärung, warum diese Portale überhaupt erschienen (es sei denn, sie ist mir irgendwie entgangen), und statt einer echten Auflösung nur die seltsame Kira-Story am Schluss. Auch die Nebenhandlung um Quarks Aufeinandertreffen mit dem Orion-Syndikat war nicht ganz mein Fall. Darüber hinaus hat der Roman das Pech, mit "Der Abgrund" einen extrem guten Vorgänger zu haben, an dessen Qualität er nicht anknüpfen kann.

Von daher: "Dämonen der Luft und Finsternis" ist ein unterhaltsamer und lesenswerter Roman, aber der Autor kann es definitiv besser.


3,5/5

Charaktere getroffen? ***
Spannung: ****
Humor: **
Action: ****
Gefühl: **
originelle Handlung? **
Anspruch: ***


Vorwissen nötig?
Das ist wieder mal ein Roman für echte Trekkies, weniger für "normale" SF-Leser, die schon SEHR großzügig über die zahllosen Anspielungen hinweglesen müssten, um der Handlung folgen zu können.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Sektion 31: Der Abgrund

Jeffrey Lang, David Weddle

DS9 8.03, erschienen bei Cross Cult

(279 S., Original: Section 31 - Abyss)

Dieser Roman erschien bereits 2002 im Heyne-Verlag, obwohl die beiden direkten Vorgänger "Offenbarung 1" und "Offenbarung 2" nicht veröffentlicht wurden. Glücklicherweise kamen diese beiden Romane Jahre später dann doch noch beim Cross Cult-Verlag heraus, und auch "Der Abgrund" erschien noch einmal in einer Neuübersetzung. Ich hoffe, diese Rezension läuft jetzt nicht ZU sehr auf den Vergleich Cross Cult vs. Heyne heraus, aber da ich jetzt beide Romane sozusagen parallelgelesen habe, lässt es sich nicht ganz vermeiden.

Zum Inhalt: Dr. Bashir erhält eines Tages einen Auftrag der streng geheimen Organisation Sektion 31. Es geht darum, Ethan Locken ausfindig zu machen, eines ihrer ehemaligen Mitglieder. Locken wurde, genau wie einst Bashir, genetisch aufgewertet, züchtet auf einem Planeten mitten in den Badlands eine eigene Jem'Hadar-Armee heran und sieht sich als Khan Noonien Singhs Nachfolger. Natürlich macht sich Bashir zusammen mit Ro Laren, Ezri Dax und dem Jem'Hadar Taran'atar auf den Weg, um den Größenwahnsinnigen zu stoppen...

Auch wenn die "Verrückter-Wissenschaftler"-Story nach einem alten Hut klingt, ist dieser Roman ein ganz großes Highlight unter allen DS9-Romanen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende stimmig, die Actionszenen perfekt dosiert, das Spannungsniveau durchgehend hoch. Das Beste sind aber die wunderbar getroffenen Charaktere, allen voran natürlich Julian Bashir. Im Nachhinein muss man den Autoren der Serie Deep Space Nine zu der überraschenden Entscheidung gratulieren, aus dem naiv und übereifrig wirkenden Arzt einen genetisch aufgewerten "Supermenschen" zu machen. Dadurch bekam er genau die charakterliche Tiefe, die er vorher dringend nötig hatte, und machte eine Wandlung durch wie kaum eine andere Star Trek-Figur. "Der Abgrund" unterstreicht eindrucksvoll, wie vielschichtig Bashirs Charakter geworden ist. Überdrüssig, ständig sein Licht unter den Scheffel stellen zu müssen, erkennt er widerwillig in Ethan Locken einen Seelenverwandten - eine wirklich fesselnde Charakterstudie des Doktors!

Auch Ezri Dax gewinnt immer mehr an Profil und kann in der Zwischenzeit (fast) aus dem übergroßen Schatten der unvergesslichen Jadzia Dax heraustreten. Sogar in den grimmigen Jem'Hadar kann man sich gut hereinversetzen, dafür gebührt den beiden Autoren wirklich Respekt!
Der Bösewicht des Romans, Ethan Locken, ist ein sehr interessanter Gegenspieler, da er bei aller Besessenheit und Grausamkeit auch sehr sensibel und verletzlich dargestellt wurde. Die Dialoge zwischen ihm und Bashir sind einfach nur große Klasse.
Weniger überzeugen konnten mich dagegen die beiläufige Auflösung der Geschichte und der etwas uninspirierte Ingavi-Nebenplot. Beides war zwar immer noch interessant genug, um den guten Eindruck des Romans nicht zu ruinieren, aber das gewisse Etwas fehlte.

Als ich den Roman das erste Mal las, war ich (genau wie die meisten anderen) erstmal ganz erschlagen von den vielen Veränderungen, die sich nach dem Ende der Serie zugetragen hatten. Trotzdem hatte es "damals" (soll heißen: vor einem guten Jahr) für mich auch einen gewissen Reiz, mit den ganzen Neuerungen konfrontiert zu werden ("Wow - Ro Laren ist jetzt auf Deep Space Nine! Und außerdem ein Jem'Hadar! Seit wann ist dieser Vaughn Erster Offizier? Wieso ist die Station in einem so schlechten Zustand? Wieso ist Kira jetzt geächtet? Warum ist Jake Sisko verschwunden?...usw. usw.) Natürlich war es trotzdem sehr schön, jetzt Bescheid zu wissen, ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Mir gefällt sehr, dass zwar einige Dinge ungelöst bleiben, die Haupthandlung aber in in sich geschlossen ist. So bleibt man neugierig auf den Nachfolgeroman, wird aber dennoch nicht von einem Cliffhanger auf die Folter gespannt.

Nachdem ich schon von der Heyne-Ausgabe dieses Romans begeistert war, ist es kein Wunder, dass mir das Buch in der Cross-Cult-Ausgabe mindestens genauso gut gefällt, und sogar noch ein bisschen mehr! Wie erwartet schneidet der kleinere Verlag beim direkten Vergleich besser ab, einfach weil man als Leser immer das Gefühl hat, dass die Verantwortlichen echte Star Trek-Fans sind. Christian Humbergs Stil ist nicht nur lockerer als der seines Heyne-Kollegen Andreas Brandhorst, sondern er hält sich auch enger an die deutsche Synchronisation ("Sternenflotte" statt "Starfleet", "Ketracel White" statt "Ketracel Weiß", "Hypospray" statt "Injektor" usw:) Außerdem konnte Brandhorst offensichtlich nichts mit dem Begriff "Deep Space Niners" anfangen, womit die Baseballmannschaft um Sisko aus der Folge "Wettkampf in der Holosuite" gemeint ist, und machte daraus "Kameraden von DS9".  Überhaupt unterscheidet sich die Wortwahl der beiden überraschend deutlich voneinander. Gut zu lesen sind jedenfalls beide Ausgaben.
Das schlichtere Heyne- bzw. Originalcover gefällt mir persönlich besser als das neue Titelbild mit der Spiegel-Ezri, das ist aber letztendlich Geschmackssache.

Fazit: "Der Abgrund" ist so gut, dass es sich durchaus lohnt, es zweimal zu lesen, um beide Versionen zu testen. So oder so ist es einer der besten DS9-Romane überhaupt. Trotzdem schneidet Cross Cult bei mir besser ab, schon allein aus Sympathie! ;-)

5/5

Charaktere getroffen? *****
Spannung: ***
Humor: **
Action: ***
Gefühl: **
originelle Handlung? ***
Anspruch: ****

Vorwissen nötig?
Star Trek-Kenner bekommen es auch ohne Kenntnis der beiden Vorgängerromane hin, aber grundsätzlich würde ich jedem empfehlen, zuerst die "Offenbarung"-Romane zu lesen, zumal die beiden wirklich gut sind. Der Roman ist auch ein Teil der serienübergreifenden "Sektion 31"-Reihe. Diese muss man allerdings nicht kennen, um diesen Roman nachvollziehen zu können; sie kommen sowieso nicht annähernd an "Der Abgrund" heran.

Sonntag, 13. Juni 2010

Offenbarung 2


S.D. Perry

DS9 8.02, erschienen bei Cross Cult

(250 S., Original: Avatar Book 2)

Teil 2 des inoffiziellen Serienstarts zur 8. DS9-Staffel erzählt die Handlung aus dem Vorgänger nahtlos weiter. Erfreulicherweise verzichtet die Autorin darauf, nochmal ausführlich auf die Ereignisse aus Teil 1 einzugehen - den sollte man sowieso gelesen haben.

Die Echtheit des uralten bajoranischen Buches mit all seinen unheilvollen Prophezeihungen steht genauso zur Debatte wie die Glaubwürdigkeit des angeblichen Jem'Hadar-Botschafters Kitana'klan. Während eine vereinigte Armada aus Schiffen der Föderation, der Klingonen und Romulaner darauf wartet, in den Gammaquadranten vorzudringen, besucht die Enterprise E die Station Deep Space Nine, um den kürzlich entdeckten Drehkörper zu überreichen. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, und die düsteren Prophezeihungen scheinen sich zu bestätigen...

Obwohl die Handlung spannend und mitreißend ist, liegt die wahre Stärke der Autorin in den Figurenbeschreibungen. Jede einzelne der bekannten Figuren ist genau getroffen und auch die neuen Charaktere sind so lebendig geschildert, dass man sich sofort auf sie einlässt. Besonders eindrucksvoll ist die neue Stationskommandantin Kira Nerys dargestellt, in deren Haut man wahrlich nicht stecken möchte. Zuerst die Trennung von Odo, der Verlust ihrer Freundin Reyla, die unglaubliche Verantwortung um das Wohl der Bewohner von DS9, die schwierige Gratwanderung zwischen ihrem tiefen Glauben und gesundem "Menschen"verstand... Die Art, wie sie diese Bürde meistert, nötigt Respekt ab und zeigt, dass sie eine wahrhaft würdige Nachfolgerin von Captain Sisko ist. Ich möchte betonen, dass ich Kira Nerys in der TV-Serie nie leiden konnte, aber jetzt endlich könnte sie mir tatsächlich ans Herz wachsen.
Der Auftritt der TNG-Crew ist ebenfalls gut in Szene gesetzt und wirkt passend und nicht wie viele andere Crossover an den Haaren herbeigezogen. Besonders spannend verlief das längst überfällige Aufeinandertreffen mit Jean-Luc Picard und Ro Laren, die einst sein Vertrauen missbrauchte. Die Handlung hält einige Wendungen bereit, die sicherlich noch viel überraschender gewesen wären, wenn ich nicht schon die Fortsetzung in Form des Heyne-Romans "Der Abgrund" gelesen hätte. Das Buch steckt wieder einmal voller Querverweise auf die Star Trek-Serien und -Romane. Mich als "Vanguard"-Fan hat besonders die Erwähnung der Pennington-Schule (S. 224) gefreut :-)

Alles in allem ist "Offenbarung 2" ein toller Roman und konnte sich gegenüber dem Vorgänger noch mal steigern. Mir persönlich war das bajoranische Religionsgedöns ein wenig zu präsent, aber das ist auch das einzige, was ich hier auszusetzen habe. Auf jeden Fall macht das Buch Lust auf neue, spannende Geschichten mit der DS9-Crew.

5/5

Charaktere getroffen? *****
Spannung: ****
Humor: **
Action: ****
Gefühl: ****
originelle Handlung? ****
Anspruch: *****



Vorwissen nötig?
Klar muss man Teil 1 kennen, und Deep Space Nine sowieso.

Offenbarung 1


S.D. Perry

DS9 8.01., erschienen bei Cross Cult

(281 S., Original: Avatar Book 1)

Juhu, endlich eine neue Deep Space Nine-Staffel, wenn auch "nur" in Buchform! Das Serienfinale ließ ja so viele offene Fragen zurück, dass sich eine Fortsetzung geradezu anbot. Nachdem der Heyne-Verlag vor einigen Jahren verwirrenderweise mit "Der Abgrund" bereits einen Roman der sogenannten 8. Staffel in Deutschland veröffentlichte, bringt Cross Cult die Relaunch-Serie endlich vollständig und in der richtigen Reihenfolge heraus.

Das Ende der TV-Serie brachte für die kriegsgebeutelte Raumstation Deep Space Nine einschneidende Veränderungen. Nur noch wenige Mitglieder der Stammbesetzung sind geblieben, und diese müssen DS9 erstmal wieder auf Vordermann bringen. Die neue Stationsleiterin Kira Nerys bekommt ausgerechnet die aufmüpfige Ex-Maquisardin Ro Laren als Sicherheitschefin vor die Nase gesetzt, und zwischen den beiden Frauen kracht es ganz gewaltig. Auch Julian Bashir und Ezri Dax haben ihren ersten Streit, während Nog aufgrund des maroden Zustandes der Station in Arbeit versinkt. Die schwangere Kassidy Yates versucht sich widerwillig in ihrer Rolle als Hoffnungsträgerin der bajoranischen Gläubigen zurechtzufinden, und Jake Sisko stößt auf eine uralte Prophezeihung, die ihm seinen Vater zurückbringen könnte. Ein Mordfall auf dem Promenadendeck ist noch nichts gegen das Unheil, das bald darauf geschieht: Die Station und die Defiant werden von Jem'Hadar-Schiffen angegriffen und schwer beschädigt...

Als Leser muss man sich erst mal mit der neuen Situation auf Deep Space Nine vertraut machen. Der ruhige Anfang des Romans ist daher sehr hilfreich, um die neuen Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Die Autorin legt viel Wert auf ausführliche Figurenbeschreibungen. Die bekannten Charaktere werden treffend beschrieben und konsequent weiterentwickelt. Auch die unbekannten Figuren wie den Andorianer Shar und die Bolianerin Jast sind so lebendig charakterisiert, dass sie mir schnell ans Herz wuchsen. Die Autorin bügelt auch geschickt einen Fehler der Serie "The Next Generation" aus, indem sie erklärt, warum Ro Laren als einzige Bajoranerin ihren Ohrring am linken Ohr trägt. Durch Quarks Flirtversuche gegenüber Ro erhält die Geschichte glücklicherweise auch eine gewisse Leichtigkeit, da der Roman ansonsten angesichts des katastrophalen Zustandes der Station um einiges bedrückender wäre.
Die Story selbst konnte mich nicht so sehr mitreißen. Der Auftritt der Enterprise E hat mich als TNG-Fan zwar gefreut, wirkt allerdings ein wenig bemüht und hat auch keinen entscheidenden Einfluss auf die Geschichte. Das Hauptmanko des Romans ist die Tatsache, dass es sich hierbei um einen waschechten Cliffhanger handelt. Zahlreiche Handlungsfäden werden begonnen, aber nicht ein einziger zu Ende geführt. Deshalb fällt es mir schwer, dieses Buch zu bewerten, ohne den zweiten Teil zu kennen. Es wäre vom Umfang her leicht möglich gewesen, beide Teile in einem einzigen Buch zu veröffentlichen - nur lässt sich durch eine Teilung nun mal mehr Geld verdienen. Ich hoffe sehr, dass das kein neuer Trend ist. Wer schon den Roman "Der Abgrund" gelesen hat, dürfte angesichts des hier auftretenden Jem'Hadar ein wenig verwirrt sein. Mal sehen, ob der nächste Roman Licht ins Dunkel bringt...

Fazit: Der Anfang der achten Staffel ist vielversprechend, die Figuren gut getroffen. Dadurch, dass im Gegensatz zu den früheren Star Trek-Romanen nicht ständig am Ende die Ausgangssituation wieder hergestellt werden muss, erhält dem Roman noch einen zusätzlichen Kick. Leider erzählt das Buch keine richtige Geschichte, sondern ist nur der Neuanfang für weitere Handlungsfäden, und das ist definitiv ein dicker Minuspunkt. Am Ende reicht es in meiner persönlichen Bewertung ganz knapp für vier Punkte.

4/5


Charaktere getroffen? ****
Spannung: **
Humor: **
Action: ***
Gefühl: ***
originelle Handlung? ****
Anspruch: ****

Vorwissen nötig?
Ja, absolut. War es in den späteren DS9-Staffeln im TV schon für Quereinsteiger schwer, sich in der Serie zurechtzufinden, so gilt dies genauso für die 8. Staffel in Buchform.