Willkommen auf meinem Star Trek-Blog! Seit ungefähr Anfang der 90er bin ich ein großer Star Trek-Fan, und irgendwann fing ich auch mal an, die Romane zu lesen. Dies soll ein Versuch sein, alle von mir geschriebenen Star Trek-Roman-Rezensionen einigermaßen kompakt zu präsentieren. Es würde mich freuen, wenn sich der eine oder andere bei meinen Bewertungen einen Tipp abholen kann. Wie man sehen kann, habe ich unter jede Rezension auch einzelne Aspekte wie Humor oder Spannung extra bewertet. Auch fehlte mir bei anderen Rezensionen immer der Hinweis, ob ein Star Trek-Roman auch für Nicht-Trekkies oder Neulinge geeignet ist oder nicht, deshalb gehe ich auch auf diesen Punkt ein.

Ich habe versucht, nicht allzuviel zu spoilern, aber absolute Spoiler-Allergiker möchte ich gleich darauf hinweisen, dass ich in fast jeder Rezi auch ein wenig auf den Inhalt des Buches eingehe. Ich finde es immer witzlos, wenn man rein gar nichts über das Thema eines Buches erfährt.

Ein Wort noch zu den verwendeten Fotos: Ich hätte die Cover auch einscannen können, fand aber die Idee mit den Fotos irgendwie schöner, gerade weil sie so dilettantisch aussehen ;-)
Kommentare, Tipps oder auch Rezensionswünsche sind jederzeit willkommen!

Und nun viel Spaß beim Stöbern!

Freitag, 11. Juni 2010

McCoys Träume


Carmen Carter

TOS Nr. 37, erschienen bei Heyne

(270 S., Original: Dreams of the Raven)

Die Enterprise kommt einem Handelsschiff der Frenni zu Hilfe, das von Klingonen angegriffen wurde. Dabei gerät das Schiff in eine Falle und wird schwer beschädigt. Dr. McCoy erleidet einen Unfall und kann sich an die letzten 25 Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern. Er hat alle Erinnerungen an seine Karriere bei Starfleet vergessen und kann sich auch nicht mit seinem älteren Selbst anfreunden. Außerdem steht McCoy wieder ganz am Anfang seiner medizinischen Laufbahn, aber gerade jetzt wird Pilles Kompetenz dringend benötigt...

"McCoys Träume" ist vielleicht kein großes Highlight unter den vielen Star Trek-Romanen, hat aber meiner Meinung nach keine Schwächen, außer vielleicht dass die Story nicht unbedingt superoriginell ist. Amnesie ist ja nun wirklich ein alter Hut und kommt in unzähligen Serien vor. Aber aus gutem Grund, denn es ist immer wieder spannend, wenn eine Hauptfigur mit dem Verlust ihrer Erinnerungen fertig werden muss. Diesmal trifft es also den armen Pille, was definitiv ein großes Plus ist, da der sympathische Doktor als Hauptperson in einem Roman sowieso immer grandios ist. Das funktioniert deshalb so gut, weil McCoy in der Fernsehserie zwar unverzichtbar war, man aber fast nichts über sein Privatleben erfahren hat. Hier können wir also erleben, wie Leonard McCoy als junger Mann war und wie er damit fertig wird (bzw. nicht fertig wird), plötzlich 25 Jahre älter zu sein.

Auch sonst hat der Roman einiges zu bieten. Die "Raben" - jene Aliens, mit denen es die Enterprise zu tun bekommt - zählen wohl zu den interessantesten und gruseligsten Lebensformen aller Star Trek-Romane. Und wie Kirk und seine Leute einen verlassenen Klingonenkreuzer für ihre Zwecke nutzen - genial. Der Roman ist angenehm leicht geschrieben, ohne dass der Schreibstil zu flapsig wird. Langeweile kommt an keiner Stelle auf. Das Buch zählt zwar nicht zu den allerbesten Star Trek-Romanen, als gelungenes Gesamtpaket reicht es aber trotzdem für immerhin 4,5 Punkte.

P.S. Ich finde es ein wenig schade, dass sich dieser Roman das Cover mit dem unsäglichen "Corona" teilen muss. Es gehört jedenfalls eindeutig hierher!





Zwillinge! ->








4,5/5

Charaktere getroffen? ****
Spannung: ****
Humor: ***
Action: ****
Gefühl: ***
originelle Handlung **
Anspruch:
**

Vorwissen nötig?
Ein paar Classic-Folgen sollte man schon kennen, aber umfangreiche Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

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